Emil Schumacher – Bücher werden zur Kunst

 

Ausstellungsdauer: 24.09. – 25.10.2013

BuchKunst – Bücher werden zur Kunst

 

Zahlreiche Mappen und bibliophile Editionen mit Originalgrafiken zeugen von Emil Schumachers Interesse an der Grafik. Die Grundlage der grafischen Gestaltung erlernte Emil Schumacher in den dreißiger Jahren bei Professor Guggenberger an der Dortmunder Kunstgewerbeschule. In den fünfziger Jahren hat der Künstler dann neben seinen Bildern auch Buchumschläge gestaltet; letztere entstanden nicht selten auf Anregung des Verlegers Josef Caspar Witsch. Witsch war 1948 Mitbegründer des Verlages Kiepenheuer & Witsch, der nach dem Krieg seinen Neuanfang in Hagen fand. Buchgestaltungen von Emil Schumacher sind nur in der Zeit von Ende der 40er Jahre bis 1959 nachweisbar, sowie für das Jahr 1989.

 

Die Mitgliedschaft in der Gruppe „junger westen“ verband Emil Schumacher mit Thomas Grochowiak in Recklinghausen; in der Folge entstanden Illustrationen für die Programmhefte der Ruhrfestspiele. Zusätzlich entwarf er in dieser Zeit auch Illustrationen für die Programmhefte klassischer Stücke wie „Woyzeck“ oder „Faust“. In seiner Heimatstadt Hagen bewies der Künstler mit Zeichnungen und Karikaturen für die Wochenendbeilage der „Westfalenpost“ Sinn für Humor und Ironie.

 

Die Ausstellung zeigt mit den ersten Arbeiten, im noch ansatzweise vom Expressionismus geprägten Stil, die Entwicklung Schumachers hin zu dem ihm eigenen Ansatz des freien Umgangs mit Form, Farbe und Technik, wie er insbesondere im Mappenwerk „Genesis“ zum Ausdruck kommt. Waren die ersten Buchgestaltungen - z.B. „Leviathan“ - noch stark an seine frühen Holzschnitte angelehnt, erkennt man bei den Umschlagsgestaltungen für den Westdeutschen Künstlerbund aus den Jahren 1958 und 1959 die sich in seinem Werk abzeichnende Veränderung.

 

Wir bedanken uns bei den Leihgebern der Ausstellung:

Johannes Klopocki, Hagen

EMIL SCHUMACHER MUSEUM, Hagen

Stadtarchiv Hagen